Samstag, 14. Juni 2014

Rezension "Nichts: was im Leben wichtig ist" von Janne Teller

Titel: Nichts: was im Leben wichtig ist ~ Janne Teller
Seiten: 144
Preis (Taschenbuch): 6.95 €


Klappentext:
Als der 14-jährige Pierre Anthon seine Klasse mit den Worten verlässt »Nichts bedeutet irgendetwas, deshalb lohnt es sich nicht, irgendetwas zu tun«, stehen seine Mitschüler unter Schock. Denn kann es wirklich sein, dass nichts eine Bedeutung hat? Nicht die erste Liebe? Nicht das Lernen in der Schule? Nicht das Elternhaus, die Geschwister, der Glaube an Gott oder das eigene Land? Gemeinsam wollen die Schüler dem aufsässigen Pierre Anthon das Gegenteil beweisen und sammeln auf einem Berg der Bedeutung alles, was ihnen lieb und teuer ist. Doch was harmlos beginnt, wird bald zu einem Experiment, in dem es kein Halt und keine Grenzen mehr gibt – als selbst Tiere geopfert werden, ein Finger und die Unschuld eines Mädchens ...

Meine Meinung

Ich finde das Cover ist sehr nichts aussagend (badum tss..), aber ich finde für den Titel ist es ziemlich passend. :D


Was ich am Schreibstil sehr gerne mochte war die Sache, dass es gleich losging. Es war kein langes Hin und her und kein drumherum sondern es fing einfach kurz und knapp mitten in der Geschichte an. Für dieses Buch war das definitiv ein Pluspunkt, denn wäre es weiter ausgeführt gewesen, wäre es nicht das was es jetzt ist. Ansonsten fand ich den Schreibstil gut. Es war eben eine normale Erzählung, welche sich eigentlich nicht weiter ausführen lässt. Es wurde (soweit ich mich erinnere) aus der Ich-Version eines der Mädchen erzählt.


Die Charaktere fand ich passend, da sie sehr normal rüber kamen. Zumindest bis sie Krankhaft nach der Bedeutung suchten. Da ist dann so einiges bei ihnen aus dem Ruder gelaufen und normal konnte man dies dann nicht mehr nennen. Was aber sehr gut an den Charakteren dargestellt wurde sind die Gefühle der beteiligten, welche sich immer etwas schlimmeres für den nächsten ausdachten, um sich für den eigenen Verlust zu Rächen. Die Gefühle der Schüler konnten sehr gut rüber gebracht werden. 


Ich habe mich anfänglich mit der Handlung schwer getan, weil ich nicht damit gerechnet habe, dass mich dieses Buch selbst zum nachdenken anregen würde. Doch sobald ich erstmal das begriffen hatte ging das Buch viel zu schnell zu Ende. Nein, die länge war in dem Sinne gut, da es nicht weiter ausgeführt werden konnte und auch nicht übermäßig lang war. Es war aber dennoch zu kurz, weil ich es zu schnell durch hatte. Anfänglich war alles noch ganz harmlos gewesen. Jeder der Schüler hatte etwas zu dem Berg der bedeutung beizutragen und forderte den nächsten auf etwas bestimmtes hinzu zu tun. Ich fand es lief ab dem Punkt verkehrt, als der Agnes ihre Mitschülerin aufforderte, ihren Hamster abzugeben. Ab da an lief es dann ziemlich Krankhaft weiter. Was ich nicht nachvollziehen konnte, war das der Berg als er fertig war, nicht vernichtet wurde. Ich hätte von Erwachsenen eigentlich erwartet, dass sie dieses Merkwürdige treiben beenden würden. 


Ich bewerte  dieses Buch mit
3,5 von 5 Libellen.

Ellen