Dienstag, 4. August 2015

Rezension "Das große Schweigen" von Katja Montejano

Titel: Das große Schweigen ~ Katja Montejano
Seiten: 255
Preis (Taschenbuch): 9.99 €
Im Emons Verlag erschienen.


Klappentext:
»Atme, so lang du noch kannst!« – diese bizarre Nachricht erreicht die ehemalige Kripobeamtin Primerose Bouillé kurz nach dem Mordanschlag auf ihren Vater, einen Berner Staranwalt. Es ist für sie der Anfang eines Alptraums. Ein gnadenloser Killer beginnt ein grausames Spiel und tötet Schlag auf Schlag ihre Freunde. Als Primerose erkennt, dass auch ihr Leben bedroht ist, trifft sie eine einsame Entscheidung ...

Meine Meinung

Das Cover ist total schlicht und einfach, aber auch wenn ich nicht erklären kann warum, gefällt es mir total gut. 

Der Schreibstil gefiel mir wieder außerordentlich gut. Im Normalfall fangen mich Thriller oder Krimis schnell zu langweilen an, aber bei diesem Buch hatte ich das Gefühl gar nicht. Es war von Anfang an sehr packend und spannend. Der Schreibstil ist sehr detailliert und die Sichtweisen wechseln zwischen den Personen hin und her, sodass man den Opfern auch öfters (beinahe zu) nahe kommt. Das ist ein wenig gewöhnungsbedürftig, macht alles dennoch ein wenig unheimlicher. 

Obwohl die Sichtweisen zwischen den wichtigsten Personen hin und her wechselt, hatte ich das Gefühl die einzelnen Personen sehr genau beschrieben zu bekommen um mir ein gutes Bild von ihnen machen zu können. Primrose, die Hauptprotagonistin, gefiel mir zudem als Person sehr gut, etwas das mir bei den meisten anderen Büchern dieses Genres oft fehlt. Man bekam einen guten Einblick in ihr Leben und ihre Sichtweisen und ich empfand sie als einen sehr sympathischen Charakter.  
Doch obwohl es viele Opfer gegeben hat, welche den Charakteren auch bedingt nahe standen, fand ich, waren diese nach einer kurzen Phase des Entsetzens schnell wieder vergessen. 
Wer sich hinter diesen Taten versteckte blieb für mich bis zum Ende hin ein Rätsel. Im nachhinein ist es ziemlich simpel und ich bin überrascht das ich immer wieder von der in Wahrheit richtigen Spur abgewichen bin, weil es in diesem Moment für mich dann doch wieder keinen Sinn ergab.

Die Handlung hielt mich vom Anfang bis zum Ende gefangen und ich muss zugeben, dass ich bis zum Schluss immer wieder mal mit meiner Vermutung falsch gelegen habe und erst am Ende alles einen Sinn ergab. Das hat mir ziemlich gut gefallen, denn für mich macht genau das ein gutes Buch in diesem Genre aus. Ich war zeitweise ziemlich verwirrt, weil für mich nichts so richtig passte und war auch mit der Auflösung des ganzen sehr zufrieden. Einzig und allein das Ende hat mir gar nicht gefallen. An sich war es ein gutes Ende, welches super zu dem Buch gepasst hat und mir im Grunde auch gut gefiel. Nur sagt mir mein armes Leserherz, dass es sich ein schöneres Ende gewünscht hätte. Es war ein Aufschwung da, aber zufrieden gestellt hat mich das leider nicht. 

Fazit: 
Ein spannendes, unheimliches und überraschendes Buch, welches mich immer wieder an meinen Vermutungen zweifeln ließ und mich an der Nase herumgeführt hat. Leider kein Ende welches ich mir gewünscht hätte, aber eine gute Auflösung der Geschichte. 

Ich gebe diesem Buch

4 von 5 Libellen.