Montag, 6. August 2018

Rezension "Wenn das Meer leuchtet" von Jessica Koch

Titel: Wenn das Meer leuchtet 
Autor: Jessica Koch
Seiten: 300
Im Feuerwerke Verlag erschienen.



Klappentext:
Marie ist neu auf dem College. Hier in Kalifornien ist alles anders - und doch genau so, wie es für sie schon immer war: Ausgrenzung und Ablehnung bestimmen ihren Alltag, und so zieht sie sich in sich selbst zurück. Doch eine dramatische Bedrohung zwingt sie zum Handeln. Plötzlich wird ihr Leben zum Spießrutenlauf, und von einem auf den anderen Tag ist alles anders.

Denn was tust du, wenn derjenige, der dich bedroht, auf einmal der einzige ist, der dir beisteht? Können Menschen sich so grundlegend verändern? Kann aus Angst Liebe werden? Und ist diese stark genug, gegen alle Widerstände zu bestehen?

Meine Meinung

Das Cover finde ich super schön gemacht. Ich mag die Gestaltung von den Büchern der Autorin sehr gerne, weil sie mich irgendwie wehmütig machen, aber das auf eine ganz schöne Art und Weise. Ich mag die Farben mit dem kräftigen Blau und finde auch den Titel des Buches sehr schön, da er sehr hoffnungsvoll klingt. Der Klappentext hat mich sofort sehr neugierig gemacht. Der erste Eindruck war daher sehr positiv und ich freute mich darauf, es vorab lesen zu dürfen.

Der Schreibstil war genau wie in den anderen Büchern, die ich von der Autorin gelesen habe, sehr fesselnd und flüssig zu lesen. Auch wenn ich mal nicht viel Zeit zum lesen habe, schaffe ich die Bücher immer innerhalb von kurzer Zeit zu durchzulesen, da sie sich leicht und angenehm lesen lassen. Ebenso war der Spannungsaufbau gelungen und hat mich sehr mitgerissen. Der Schreibstil war daher sehr gelungen und angenehm. 

Die Charaktere zu beschreiben fällt mir sehr schwer, da ich das Bedürfnis habe das Buch zu spoilern, um mich richtig zu erklären. Das tue ich natürlich nicht und halte mich daher mit kommenden schwammigen Aussagen mal zurück.
Marie war ein sehr ängstlicher Protagonist und ich hatte dauerhaft das Bedürfnis während des Lesens sie beschützen zu müssen. Der Umgang mit den anderen fällt ihr schwer und das Mobbing setzt ihr immer mehr zu.  Marie war anfangs ein eher schwacher Charakter. Sie war sehr isoliert und trotzdem sehr leichtgläubig, da sie sich aus Verzweiflung leicht von ihren Mitstudenten einwickeln ließ. Sie war so bemüht nicht alleine zu bleiben, dass es ihr mehr schadete als half. Innerhalb der Geschichte jedoch, entwickelte sie sich weiter und wurde stärker und fing an sich selbst zu akzeptieren. Eine große Hilfe war dabei Jayden, der ebenfalls ein spannender Charakter, aber ansonsten völlig gegensätzlich zu Marie war. 
Bei den meisten Charakteren hatte ich am Anfang einen sehr negativen Eindruck, da sie so auch dargestellt wurden. Sie waren bösartig, Oberflächig und hinterhältig und ich habe im Grunde genommen nach Charakteren ausschau gehalten, die nicht so waren. Doch anfangs ließ sich schwer hinter die Fassaden der anderen Blicken und man wusste nicht genau wer unter der "bösen Hülle" ein guter Mensch war und wer nicht.
Die Charaktere waren sehr eindrucksvoll und hinterließen einen bleibenden Eindruck, jedoch viele keinen guten. 

Die Geschichte an sich war eine sehr realistische und spannende. Ich war von der ersten Seite an gefesselt und fand auch den Aufbau der Geschichte sehr angenehm. Man erfährt nicht sehr viel von Maries vorgeschichte und wieso sie so ängstlich geworden ist, nur dass sie wohl früher schon gemobbt worden ist. Mobbing ist leider kein seltenes Thema an z.B. Schulen und wurde hier auch nicht verharmlost dargestellt. Leider gab es hier ein Paar Momente, die für entsetzten gesorgt haben, da sogar die Erwachsenen nicht in der Lage waren mit dem Themen richtig umzugehen. Ebenso werden hier noch weitere eher unausgesprochene Themen angesprochen wie Suizid und selbst verletzendes Verhalten. Auch hier fand ich die Gefühle sehr glaubwürdig dargestellt und gut verständlich. Obwohl dort so schwerwiegende Themen aufgegriffen wurden, gab es auch einfach sehr schöne, friedliche Momente. Insbesondere die Szenen auf dem Boot und Meer, waren sehr schön und hoffnungsvoll und haben das Buch nicht gänzlich dramatisch gemacht, sondern dem ganzen Hoffnung gegeben. 
Kleiner Spoiler: 
Was mir ein wenig suspekt war, war die urplötzliche Entwicklung der Protagnonistin. Die Weiterentwicklung war an sich sehr schön und positiv dargestellt und hat mir gut gefallen, aber es ging für mich ein wenig schnell, dass sie sich aus ihrer völlig emotionalen Krise herausholen konnte. Und das gänzlich ohne therapeutische Hilfe, die sie meiner Meinung nach dringend gebraucht hätte. Das ging mit teilweise zu schnell und einfach.
Kleiner Spoiler zuende. 
Das Ende hat mich ein wenig traurig gemacht, aber an sich war das Buch gut abgeschlossen.

Fazit: 
Ein emotionales Buch, welches ich weiterempfehlen kann. 

Ich gebe diesem Buch
4 von 5 Libellen. 

Vielen Dank an den Feuerwerke Verlag und die liebe Jessica Koch, dass ich dieses Buch vorablesen durfte!!! :)