Dienstag, 27. Oktober 2015

Rezension "Stigmata" von Beatrix Gurian

Titel: Stigmata - Beatrix Gurian
Seiten: 384
Preis (Hardcover): 16.99 €
Im Arena Verlag erschienen.


Klappentext:
Kurz nach dem Tod ihrer Mutter erhält Emma von einem unbekannten Absender eine alte Schwarz-Weiß-Fotografie, die ein Kleinkind zeigt. Dem Foto beigefügt ist die rätselhafte Aufforderung, die Mörder ihrer Mutter zu suchen. Angeblich soll Emma die Täter in einem Jugendcamp finden, das in einem abgelegenen Schloss in den Bergen stattfindet. Dort stößt sie immer wieder auf unheimliche Fotografien aus der Vergangenheit des Schlosses. Und auch in der Gegenwart häufen sich die mysteriösen Zwischenfälle …

Meine Meinung

Weder das Cover noch der Klappentext konnten mich auf den ersten Blick für sich einnehmen. Ich habe lange Zeit einen Bogen um dieses Buch gemacht, da es mich einfach nicht angesprochen hat. Erst wirklich aufmerksam auf dieses Buch, bin ich durch den Buchtrailer geworden. Dieser sah spannend, unheimlich und sehr interessant aus und ich würde wirklich jedem empfehlen, der bei diesem Buch noch unsicher ist, den Buchtrailer anzuschauen. Spätestens dann sollte man wissen, ob dieses Buch etwas für einen ist.

Der Schreibstil war angenehm zu lesen. Besonders die Spannung wurde hervorgehoben und gut übermittelt und auch die Beschreibung der einzelnen Charaktere hat mir gut gefallen. Glücklicherweise kann ich sagen, dass dieser Schreibstil sich ein wenig von den üblichen Jugendthriller Schreibstilen unterschied, denn diese bringen, meiner Meinung nach, leider alles etwas zu sehr auf den Punkt. Hier war es jedoch sehr angenehm zu lesen und ich fühlte mich auch nicht, wie bei manch anderen Jugendthrillern, gelangweilt. 

Die Charaktere haben mir ebenfalls sehr gut gefallen. Stellenweise waren sie vielleicht ein wenig schräg, was jedoch dem Buch eher gut getan hat, da dies manchmal ein wenig verwirrend oder unheimlich war. Die Protagonistin, Emma, mochte ich gerne und ich kam auch gut mit ihr zurecht. Allgemein gab es in diesem Buch keine Charaktere, die mir in irgendeiner Weise auf die nerven gegangen wäre, ich mochte sie alle ziemlich gerne, ob nun gut oder böse. Auch den Einblick in die Vergangenheit der Kinder, die damals dort im Schloss gelebt haben, haben mir gut gefallen.  

Die Handlung hat ein paar anfängliche Kapitel gebraucht, um ich von sich zu überzeugen. Am Anfang plätscherte das Buch etwas vor sich hin, doch sobald die mysteriösen Vorkommnisse im Schloss dann anfingen, fühlte ich mich mitten drin. Die Kapitel endeten meist so, dass ich gerne wissen wollte wie es weitergeht und besonders die Aufgaben und die merkwürdigen Zettel, die den Jugendlichen gegeben wurden, fand ich interessant und wollte ich gerne weiter verfolgen. Die Auflösung des Buches hat mir sehr gefallen und ich konnte das Buch mit geklärten Fragen und in jedem Fall befriedigt zuklappen und beenden.

Fazit:
Ein Jugendthriller, der etwas anderen Art, welcher mich für sich gewinnen konnte.

Ich gebe diesem Buch

4 von 5 Libellen.